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Wissenswertes rund um den Wein

Familie Umbach Hofgut Stöckig 74629 Pfedelbach Tel. 07946-8473 Fax 07946-943568

COLOR ODOR SAPOR

In dieser kurzen Formel hat Horaz vor nahezu 2000 Jahren zum Ausdruck gebracht, was bis heute bei der Weinbeurteilung unumstößlich Bestand hat. Farbe, Geruch und Geschmack, gleichzusetzen mit den drei Sinnen: Sehen, Riechen und Schmecken.

SEHEN

Mit dem Auge erkennen wir die Farbe und Farbtiefe eines Weines, sowie seine Klarheit und Viskosität. Bei der Beurteilung der Farbtiefe ist immer die Rebsorte und ihre naturgemäße Färbung zu berücksichtigen. Dunkle Rotweine mit nahezu fehlender Transparenz zeugen von Reife und Körper, meist in Verbindung mit Frucht und Tannin. Hellrote, blasse Rotweine dagegen sind meist extraktarme und leichte Weine, wie sie in Jahrgängen mit witterungsbedingten Schwierigkeiten entstehen. Eine Verfärbung ins bräunliche hingegen zeugt bei Rot wie Weißwein von fortgeschrittener Oxidation und Alterung. Die Viskosität erlaubt Rückschlüsse auf Alkohol- und Extraktgehalt. Hier gilt im Allgemeinen mit zunehmender Viskosität steigt der Alkohol und Extraktgehalt.

RIECHEN

Mit der Nase nehmen wir die flüchtigen Aroma- und Bouquetstoffe eines Weines auf.

Zu beachten ist, daß die menschliche Nase sich all zu schnell an einen Geruch gewöhnt und ihn anschließend nicht mehr wahrnimmt. Konzentrationsänderungen sind viel besser wahrnehmbar als konstante Werte. Aus diesem Grunde ist es wichtig, sich auf die ersten Geruchseindrücke zu verlassen. Minutenlanges Schnüffeln im Weinglas bringt nichts Neues. Die flüchtigen Aroma- und Bouquetstoffe des Weines sind wichtige Qualitätskriterien. Riecht der Wein sauber und frisch? Ist das sortentypische Aroma ausgeprägt?
Die Schwierigkeit hierbei ist es meist nicht, die Geruchskomponenten zu erkennen, als vielmehr sie zu beschreiben. Ähnliches gilt für die Geschmacksempfindungen.

SCHMECKEN

Mit der Zunge schmecken wir die Süße, die Säure, sowie den Körper des Weines.

Zuerst schmecken wir die Süße oder deren Absenz mit der Zungenspitze, während die Säure erst am Zungenhintergrund registriert wird. Sie hat eine speichelfördernde Wirkung, fördert als Gegengewicht zur Süße die Süffigkeit des Weines. Eine reife Säure sorgt für einen sauberen Abgang, unreife übermächtige Säure zerstört das Gleichgewicht, schmeckt kratzig und zieht den Gaumen zusammen. Der Körper eines Weines breitet sich über die ganze Zunge aus. Er wird vornehmlich vom Alkohol gebildet, dem Rückrat eines jeden Weines, dazu gesellen sich Tannine und Extraktstoffe. Körperreiche Weine sind schwer, wuchtig und mundfüllend, schmale Weine dagegen leicht und substanzarm. 

WEINSTEIN & CO.

Kristalline Ausscheidungen werden als Weinstein bezeichnet. Solche Ausfällungen die als mehr oder weniger gut ausgebildete Kristalle anfallen, sind meist der klassische Weinstein. Dieser ist das saure Salz der Weinsäure (Kaliumhydrogentartrat) welches sich in übersättigter Lösung im Most oder Wein natürlich befindet. Der Grossteil des Weinsteins fällt im Most oder Jungweinstadium bereits aus. In der Flasche kann infolge Abkühlung oder längerer Lagerung sich dieser als Bodenkristalle oder am Korken bemerkbar machen.
Eine weitere speziell bei reifen extraktreichen Rotweinen mögliche Ausfällung, sind Farb- Gerbstoffverbindungen. Hierbei verbinden sich ursprünglich gelöste Gerbstoffe mit den Farbstoffen des Rotweines (Polymerisation) und fallen aus. Der Bodensatz (Depot) wie auch der Weinstein sollte durch das Dekantieren des Weines entfernt werden. Er bringt jedoch für die Weinsensorik keine negativen Einflüsse und stellt höchstens einen kleinen optischen Makel dar.

TRINK- UND SERVIERTEMPERATUR

Die richtige Temperatur ist für die Entfaltung der Geschmacks- und Aromastoffe im Wein eine wichtige Voraussetzung. Werden Weine zu kühl serviert können sie ihren Geschmack nicht entfalten. Zu warm servierte Weine hingegen werden vom verdunstenden Alkohol überlagert, die Weine verlieren ihre anregende Frische.
Junge, leichte Weißweine sollten zwischen 9 und 11°C serviert werden. Reife, kräftige Weißweine dagegen eher bei 11 bis 13°C. Rosèwein und Weißherbst werden wie Weißweine am Besten bei 9 bis 13°C getrunken.   Bei Rotweine liegt die empfohlene Trink und Serviertemperatur bei 14 bis 16°C. Reife, gehaltvolle Rotweine auch bei 17 bis 19°C. Gehaltvolle und sehr gerbstoffbetonte Rotweine hingegen entfalten sich erst richtig bei 20 bis 22°C.
Letztendlich sei jedem freigestellt, welch Trinktemperatur er bevorzugt. Je nach Gusto kann, durch kleine Probeverkostungen, jeder seine persönlich bevorzugte Trinktemperatur ermitteln.